Donnerstag, 20. November 2014

Konflikte im Team

In der Vorstands- und Teamarbeit kann es zu Meinungsverschiedenheiten und Konflikten kommen. Das ist natürlich und zu einem Teil auch gut. Denn so entwickelt sich ein Verein weiter, neue Lösungsansätze können entstehen.

Was können Sie tun? Lesen Sie hier weiter: Entscheidungsfindung in Teams

Montag, 20. Oktober 2014

"Yes we can" statt "bei uns geht das nicht"

Mit diesem Slogan gewann Barack Obama 2008 seine Wahl. Vielleicht erinnern Sie sich an die Begeisterung und Aufbruchstimmung, die damals bei Fernsehberichten spürbar wurde. Menschen fühlten sich auf einmal voll in ihrer Kraft und organisierten mit viel persönlichem Engagement den Wahlkampf für Obama.

Nicht nur in den USA, auch hier begeisterte Obama. Spott und Häme der Miesepeter ließen erwartungsgemäß nicht lange auf sich warten. Die mediale Entzauberung begann. Er sei ja kein „Messias“ und überhaupt, man werde schon sehen...

Eine solche Begeisterung ist bei uns schwer vorstellbar, gerade auch für politische ... hm, ich wollte gerade „Führer“ schreiben. Tja, das haben wir das Problem: das deutsche Volk hat sich mal so sehr begeistert, dass die Welt in einen Abgrund gerissen wurde. Das soll so schnell nicht wieder vorkommen. Begeisterung, gerade auch im politischen Bereich, gilt heute fast als geistige Verwirrung. Man gerät in den Verdacht, einem politischen Rattenfänger auf den Leim gegangen zu sein.

Wer begeistert ist, gilt als naiv. Dies führte in Gesellschaft und Politik zu einer extremen Nüchternheit. Wer mit positiver Kraft etwas verändern will, dem werden erst mal die Grenzen aufgezeigt. „Das geht bei uns nicht“ heiß es dann schnell.

Warum ist das so? Steckt dahinter eine tief sitzende Demokratie- und Politikverdrossenheit? Die nüchtern-sachliche Politik, das Fehlen an jeglicher Begeisterung für etwas sorgt vielfach für eine geistige Ödnis und Visionslosigkeit. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, wir da schnell Helmut Schmidt zitiert. Nur gut, das Herr Schmidt nicht zu Obamas Wahlkampfberatern gehörte. Kommt eine Gesellschaft wirklich ohne Visionen aus? Wer sich für nichts mehr begeistern kann, wird auch nicht mehr ändern. Er kultiviert den Status-Quo und verbittert in gepflegter Langeweile, verschleißt sich in Abwehrkämpfen oder ignoriert gesellschaftliche und politische Themen gähnend. Liegt hier der Grund, warum in den Gesichtern der Menschen so wenig Freude zu sehen ist?

Warum schreibe ich diesen Artikel? Schauen sie mal auf Ihren Verein. Gibt es da noch Begeisterung für etwas? Gibt es Visionen? Gibt es ein Projekt, bei dem alle an einem Strang ziehen können? Wie war das früher, als ihr Verein noch neu war? War das anders?

Die Aufbruchstimmung von früher können Sei nicht mehr zurückholen. Sie können jedoch immer wieder für kleinere Aufbrüche sorgen. Ein neues Projekt, ein Fest, eine Jubiläumsveranstaltung oder schlicht und einfach eine Überraschungsveranstaltung. Etwas, was die Leute aus Ihrer gepflegten Langeweile herausholt und ihnen zudem die Möglichkeit bietet, sich daran aktiv zu beteiligen.

Samstag, 19. April 2014

Missverständnisse über Vereine und Fragen zum Thema Ehrenamt

Eigennutz hat den Gemeinsinn ersetzt.

Das ist eindeutig falsch. Freiwilligenarbeit und Ehrenamt sind heute sehr beliebt. Allerdings wollen Menschen, die sich engagieren, Gestaltungsfreiräume. Sie sind heute selbstbewusster und kritischer. Gesellschaftliche Werte sind im Wandel begriffen. Auf die Wiederkehr der alten Ideale von früher können Sie lange warten. Vielen potentiell Engagierten fehlen überzeugende Angebote, ihren Gemeinsinn zu verwirklichen.

Menschen gehen nicht mehr in Vereine. Man sieht dies an den schwindenden Mitgliederzahlen.

Das trifft für viele Vereine zu. Allerdings arbeiten heute noch etliche Vereine mit Führungsmodellen aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damit ließe sich heute kein Betrieb mehr führen – und eben auch kein Verein. Autorität muss man sich als Führungskraft heute verdienen.

Menschen engagieren sich nicht mehr im Verein.

In der Tat gibt es Menschen, die einen Verein mit einer Dienstleistungsorganisation verwechseln. Das war allerdings schon immer so. Manche Vereine fördern dies ungewollt, indem sie aufgrund sinkender Mitgliederzahlen wahllos Personen in ihren Verein aufnehmen.
Letztlich hängt es davon ab, wie der Vorstand seine Mitglieder anspricht. Menschen sind durchaus bereit, sich zu engagieren. Doch dabei gibt es einen gravierenden Unterschied zu früher: Heute bevorzugen Menschen zeitlich begrenztes Engagement in konkreten Projekten mit konkreten Zielen statt kontinuierliches Ehrenamt.

Keine ist mehr bereit, seine Zeit für die gute Sache zu opfern

Opferbereitschaft und Pflichtgefühl haben in Vereinen aus guten Gründen keinen hohen Stellenwert mehr. Doch der Einsatz muss kein Opfer sein, sondern kann als Bereicherung erlebt werden. Geben kann eine Wohltat sein. Vor allem dann, wenn der Freiwillige etwas tut, was ihm Spaß macht und ihn persönlich bereichert. Und wenn es eine angemessene Anerkennung erhält. In einer Kultur von Wertschätzung und Anerkennung macht das Engagement Freude. Dabei ist Freude wie Liebe – sie wächst, wenn sie geteilt wird.

Warum sollen wir Freiwillige besonders anerkennen? Schließlich sind wir ein Verein und den Vorstand gibt ja auch niemand Anerkennung.

Natürlich können Sie das so sehen. Sie können sich auch darüber beklagen, dass sich in Ihrem Verein so wenige Menschen engagieren. Wenn das alle so machen würden, wäre der Verein schon längst hinüber. Doch ist dies eine sehr nüchterne und formale Sichtweise. Menschen funktionieren nicht so, wie es in der Satzung steht. Menschliche Gemeinschaften brauchen immer Aktivisten, die die gemeinsame Sache voranbringen. Geschieht dies mit Freude, dann wirk diese Freude ansteckend auf andere.